Rudersport
Der Rudersport kennt viele verschiedene Disziplinen, die sich je nach Boot, Mannschaftsgrösse und Distanz unterscheiden. Das Rudern wird zu den Kraftausdauersportarten gezählt. Die olympischen Disziplinen beinhalten Varianten vom Skiff bis zur acht Mann umfassenden Mannschaft. Es existieren grundsätzlich zwei Arten des Ruderns: das Skullen und das Riemenrudern. Bei ersterem kann die Bewegung in drei Stadien, die Auslage, der Durchzug und die Rücklage unterteilt werden. Wichtig ist dabei zu beachten, dass die Ruderblätter nie tiefer als 5 Zentimeter ins Wasser eintauchen. Bei Sportrennbooten werden die verschiedenen Varianten in sogenannte Gigs unterteilt, welche sich in Form, Gewicht und Material unterscheiden. Bei den Klassen mit mehreren Rudern (also ab mindestens zwei Athleten) kann sich unter Umständen ebenfalls ein Steuermann im Boot befinden. Seine Position ist entweder am Bug liegend oder im Heck sitzend. Dieser kann, wie seine Bezeichnung verrät, das Boot über eine Steuerleine lenken.
Regatta
Eine Wettkampfform vom Segeln, Rudern, Kanu-, Drachenbootfahren oder Windsurfen wird Regatta genannt. Die Urform der heutigen Regattawettkämpfe fand in Venedig statt. Dabei startete man auf der Piazzetta und fuhr mit Gondeln auf den städtischen Kanälen um die Wette. Der in Venedig damit geprägte Begriff der regata stammt aus dem 15. Jahrhundert, entstand aber erst viel später als der zu bezeichnende Wettkampf. Im Laufe des 18. Jahrhunderts jedoch übernahm man den Begriff generell für die Bezeichnung von Wettfahrten mit Booten. Ob und was das Wort in seinem Ursprung bedeute, ist heute nicht mehr bekannt. Die Ruderregatten werden heute in Alterskategorien (U14 – U23 und Ü24 – Ü27) etingeteilt. Mit gewissen Einschränkungen können auf fast allen Altersstufen mit jeder Bootsklasse gefahren werden. Die Distanzen reichen dabei von 200 Meter bis zu 15 Kilometer. Die Normaldistanzen befinden sich zwischen 1000 und 2000 Metern. Die kürzeren bezeichnet man als Sprints.
